Ägypten, ein in der Nordostecke Afrikas befindlicher Staat, blickt auf eine lange Tradition als Reiseland und auf eine jahrtausendealte Kultur zurück.
Ägypten besteht zum Großteil aus Wüsten oder wüstenähnlichen Gebieten mit wenig Vegetation und sehr geringen Niederschlägen. Lediglich an der Küste des Roten Meeres ist dieses Wüstenklima etwas gemäßigter.
Im Nildelta an der Mittelmeerküste fällt hingegen vor allem im Winter etwas Regen und lässt eine mediterrane Flora zu. Aufgrund des Nils, der Ägypten von Süd nach Nord durchzieht, ist wenigstens dank der Bewässerung im Nildelta und Niltal und in einigen Oasen in der Wüste der Anbau von Dattelpalmen, Feigen und anderem Obst möglich.
Die Tierwelt ist vorallem im Nildelta sehr artenreich. Gerade für Wasservögel wie Pelikane, Reiher oder Kraniche bietet es ideale Lebensbedingungen. Im Nil und im Nassersee leben Krokodile und Flußpferde. In der Wüste beschränkt sich die Fauna auf für diese Gegend typische Arten wie Hyänen, Skorpione oder Lämmergeier.
Ägypten war bereits schon im 19. Jahrhundert ein beliebtes Urlaubsziel, jedoch entwickelten sich in den letzten 30 Jahren gerade entlang des Roten Meeres eine Anzahl bedeutender Bade- und Ferienorte. So Sharm El-Sheikh im Nordosten auf der Sinaihalbinsel, welches mit seinem Naturpark Ras Mohammed insbesondere bei Tauchern sehr beliebt ist. Oder das ebenfalls auf dieser Halbinsel liegende Naama Bay, dass wegen seinen vielen Nachtclubs, Cafes, Casinos und ähnlichen Einrichtungen oft als das “Ägyptische Las Vegas” bezeichnet wird. An der Ostküste liegt der wohl bekannteste Badeort Hurghada, der wegen seiner schönen Strände bei Badeurlaubern, aber auch Wassersportlern sehr bekannt ist. Etwas südlich ist noch der aufstrebende Ferienort Safaga zu nennen, der auch von vielen Urlaubern vor allem aus Westeuropa und Russland angesteuert wird.
Einzigartig ist Ägypten wegen seinen grandiosen Bauwerken aus fast allen Epochen der Menschheitsgeschichte.
Der Raum des Nildeltas und des gesamten Niltales war bereits schon in der Steinzeit besiedelt und vor etwa 5000 Jahren entstand hier eine der ersten Hochkulturen der Menschheit.
Die Baumeister der damaligen Zeit haben der Nachwelt imposante Bauwerke hinterlassen. So bei Gizeh die Cheopspyramide, welche zu einen der sieben Weltwunder zählt. Außerdem steht dort die weltbekannte Sphinx. Beide Bauwerke wurden von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen.
Eine weitere kulturelle Sehenswürdigkeit ist die in Mittelägypten am Nil liegende Stadt Luxor. Dort befindet sich der Palast Ramses II mit den bekannten sitzenden Statuen, einige Museen und auch alte Hotels, die deutlich werden lassen, dass dieser Ort schon vor längerer Zeit als Reiseziel beliebt war.
Etwas außerhalb befindet sich zudem das berühmte Tal der Könige, mit dem Grab Tutanchamuns und dem Tempel der Hatschepsut, sowie der gigantische Felsentempel von Karnak und die Reste der antiken Stadt Theben.
Fast alle Bauwerke in und um Luxor sind ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe.
Ein Urlaub in Ägypten verbindet Spaß, Erholung und Kultur in einer gelungenen Kombination.