Jan
16
Kategorie: Allgemein

Sprache ist immer auf das Innigste mit der Kultur des entsprechenden Landes verbunden. Auch wenn Sprachkurse und der Schulunterricht im Heimatland sehr viel Wert auf landeskundliche Information legen, so kommt dies eigenem Erleben doch nicht gleich. Aus diesem Grund verbinden nach Angaben des Fachverbands Deutscher Sprachreiseveranstalter jährlich etwa 160.000 deutsche Erwachsene und Jugendliche Sprachunterricht mit einer Reise in das fremdsprachliche Ausland, mit steigender Tendenz.

Sprachreisen für Kinder oder ganze Schulklassen erfreuen sich großer Beliebtheit. Im fremdsprachlichen Ausland können die Jugendlichen ihr Schulwissen erstmals im Ernstfall erproben. Unterstützt werden sie dabei von fachkundigen Pädagogen. Das führt oft dazu, dass bei den Schülern ein ganz neues Interesse für das Sprachenlernen geweckt wird, schließlich möchten sie sich mit ihrer Gastfamilie und ihren neuen Freunden verständigen können. Meist sind die Sprachschulklassen sehr international zusammengesetzt. Die Landessprache dient daher auch bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung als bevorzugtes Kommunikationsmittel. Vor allem bei längeren Sprachreisen gewinnen die Kinder Einblick in die Kultur des Gastlandes, schließen neue Freundschaften und lernen, ihre Sprachkenntnisse selbstbewusst anzuwenden.

Erwachsene nutzen Sprachkurse während des Urlaubs zur Auffrischung kaum genutzter Sprachkenntnisse oder zum Erlernen einer zweiten oder dritten Fremdsprache. Sprachkenntnisse sind heute nicht nur Voraussetzung für viele Tätigkeiten, oftmals verbessern sie die eigenen Chancen am Arbeitsmarkt oder verhelfen zum nächsten Karrieresprung. Viele Sprachschulen bieten spezielle Intensivkurse für Fach- und Führungskräfte an, die flexibel auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten werden können. Solche Kurse werden vielfach als Bildungsurlaub anerkannt und können unter Umständen auch steuerlich geltend gemacht werden.

Erwachsene und Schüler bevorzugen Reisen in das englischsprachige Ausland (Spachreisen nach England). Großbritannien gilt hierbei als Favorit, aber auch Malta, die USA Neuseeland oder Australien sind als Reiseziele begehrt. Spanisch, Französisch und Italienisch gehören ebenfalls zu den beliebten Fremdsprachen. Reiseziele sind hier naturgemäß das spanische Festland, Frankreich und Italien. Nur wenige Sprachschüler entscheiden sich für einen Aufenthalt in Süd- oder Mittelamerika oder Kanada. Von den Sprachschulen wird in allen Ländern eine große Zahl an möglichen Reiseorten, Sprachschulen und Unterkunftsarten angeboten. Die gängigste Unterkunftsart sind Privatquartiere oder Gastfamilien. Hier kommt der Sprachschüler direkt mit Einheimischen in Kontakt und erlebt den landestypischen Alltag mit. Für Sprachreisende, die Wert auf einen höheren Standard der Unterbringung und auf Unabhängigkeit legen, stehen Pensionen und Hotels zur Verfügung.

An den Sprachschulen erfolgt in der Regel vor Beginn des Unterrichts ein Test zur Einstufung der Schüler nach vorhandenen Kenntnissen. Dies ist die Voraussetzung für die individuelle Anpassung des Lernniveaus. Es besteht die Wahl zwischen Ferienkursen mit etwa 10 Stunden pro Woche, Kursen mit 15 bis 20 Wochenstunden und Intensivkursen mit mehr als 20 Stunden pro Woche. Üblicherweise werden die Kurse mit einem Zertifikat der Sprachschule abgeschlossen, einige Schulen bieten jedoch auch Lehrgänge an, die zu anerkannten Abschlüssen, wie den Cambridge Zertifikaten, führen.

Die Reiseveranstalter (Flamenco Sprachreise) bieten neben den eigentlichen Sprachkursen noch vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung an. Das Spektrum reicht dabei von Ausflügen zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung, über kulturelle Veranstaltungen bis hin zu sportlichen Aktivitäten.

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