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Kategorie: China

Peking in ChinaDie Hauptstadt Chinas ist mit ihren über 15 Millionen Einwohnern eine Metropole der Superlative, die Tradition und Moderne in sich vereint. Peking (chinesisch: Beijing) kann auf eine dreitausendjährige Geschichte zurückblicken, die sich bis zur Zhou-Dynastie zurückverfolgen lässt. Die meisten Besucher erreichen Peking über den Internationalen Flughafen, der etwa 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt. Das Verkehrsnetz Pekings ist mit seinem U-Bahn-Netz und den rund 1.000 Buslinien gut ausgebaut. Reisende können aber auch auf ein traditionelles Fortbewegungsmittel zurückgreifen und sich in einer Fahrrad-Rikscha durch die Gassen des alten Pekings fahren lassen.

Sehenswürdigkeiten in Peking

Ein erster Anlaufpunkt für Besucher aus aller Welt ist der berühmte Platz des Himmlischen Friedens (Tian’anmen-Platz), der sich direkt im Herzen der chinesischen Hauptstadt befindet und mit einer Fläche von rund 40 Hektar als der größte öffentliche Platz der Welt gilt. Das Bild des Platzes wird vor allem von der imposanten Architektur der umliegenden Bauten, wie der Großen Halle des Volkes, dem chinesischen Nationaltheater sowie dem fast vierzig Meter hohen Denkmal für die Helden des Volkes geprägt. Im Norden des Platzes befindet sich das Tor des himmlischen Friedens, das Einlass in die Verbotene Stadt gewährt.

Mit einem Besuch des Neuen Sommerpalastes im Nordwesten Pekings betreten Besucher die Welt des legendären chinesischen Kaisers Kublai Khan, der von 1271 bis 1294 über das Riesenreich herrschte und den Sommerpalast als seine Residenz wählte. Entlang des Kunming-Sees erstreckt sich der über 700 Meter lange Wandelgang mit seinen Säulen und Pavillons. Der Sommerpalast gilt mit seinen künstlichen Seen, Brücken und Pavillons als Meisterwerk der chinesischen Gartenkunst.

Dem großen chinesischen Philosophen Konfuzius ist der nach ihm benannte und im Jahr 1306 erbaute Konfuzius-Tempel in der nordöstlichen Innenstadt gewidmet. Zu der 22.000 Quadratmeter großen Tempelanlage zählt auch die kaiserliche Akademie. Am Eingang der Tempelanlage legen Stelen-Inschriften Zeugnis von den besten kaiserlichen Prüfungskandidaten ab.

Die Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer gehört mit einer Länge von über 6.000 Kilometern zu den monumentalsten Sehenswürdigkeiten der Welt. Der Bau der ersten Mauerabschnitte lässt sich bis in das 5. Jahrhundert vor Christus zurückverfolgen. Nach der Vereinigung des chinesischen Kaiserreiches im Jahr 221 vor Christus wurde der Ausbau eines durchgängigen Bollwerkes konsequent vorangetrieben, um das Reich vor plündernden Stämmen aus dem Norden zu schützen. Über mehrere Generationen und Herrscher-Dynastien hinweg wurden Millionen von Arbeitern für die Erweiterung der Mauer und den Bau von insgesamt rund 15.000 Wachtürmen eingesetzt.

Unter der Ming-Dynastie (1368 bis 1644) wurden die letzten Erweiterungen an der Chinesischen Mauer vorgenommen, bis sie schließlich fast ganz Asien von der Wüste Gorbi im Westen bis hin zum heutigen Nordkorea im Osten durchmaß. Die Chinesische Mauer wurde im Jahr 1987 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Besucher können sich heute vor allem in den restaurierten Abschnitten der Chinesischen Mauer einen Eindruck von der gigantischen Bauleistung der Chinesen verschaffen. Als klassischer Besuchspunkt bietet sich der Mauerabschnitt bei Badaling an, der sich etwa 70 Kilometer nordwestlich von Peking befindet. Die Mauer ist hier gut zugänglich und erstreckt sich mit ihren Wachtürmen aus der Ming-Dynastie über eine Breite von sechs Metern. Beliebte touristische Anlaufstellen sind außerdem die Streckenabschnitte bei Mutianyu und Simatai, die jeweils rund 100 Kilometer von Peking entfernt liegen.

Die Verbotene Stadt

Um kaum eine Stadt ranken sich so viele Mythen und Legenden wie um die so genannte Verbotene Stadt im Zentrum Pekings. Der Zugang zur Verbotenen Stadt, die auch als Kaiserpalast bezeichnet wird, war ein halbes Jahrtausend lang nur den kaiserlichen Dynastien erlaubt. Die ersten Herrscher residierten hier in der frühen Ming-Dynastie im 15. Jahrhundert. Bis zum Untergang der Tsing-Dynastie im Jahr 1911 war die Verbotene Stadt Sitz von insgesamt 24 chinesischen Kaisern. Der prachtvolle Gebäudekomplex erstreckt sich über eine Fläche von 720.000 Quadratmetern und bot den Herrschern damit Platz für ihren gesamten Hofstaat samt Eunuchen, Ministern und Priestern.

Die Verbotene Stadt wird von einer zehn Meter hohen Mauer und einem breiten Wassergraben umgeben, die sich über eine Länge von über 3 Kilometer um den Kaiserpalast erstrecken. Insgesamt 890 Paläste schmücken die Verbotene Stadt. Hiervon befinden sich der Palast der Himmlischen Reinheit, die Halle der Berührung von Himmel und Erde und der Palast der Irdischen Ruhe im inneren Hof, in dem die Herrscherfamilie mit ihrem Hofstaat lebte. Der äußere Hof wurde für offizielle Zwecke verwendet und beherbergt die 2.400 Quadratmeter große Halle der höchsten Harmonie, die im Jahr 1420 erbaut wurde. Das Zentrum der Halle markiert der Drachenthron, der jedem neuen Kaiser zur zeremoniellen Thronbesteigung diente.

In der Architektur des Gebäudekomplexes spiegelt sich das Selbstverständnis der damaligen Herrscher wider. So beherbergt die Verbotene Stadt insgesamt 9.999 “halbe” Räume und damit nur einen weniger als der Himmelspalast. Die Farbe der Dachziegel ist das kaiserliche Gelb. Die Anlage folgt in ihrem Aufbau den Prinzipien von Yin und Yang sowie den fünf Elementen Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde. Die Verbotene Stadt befindet sich seit 1987 auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste.

Foto: yeti - Fotolia.com

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