Das Königreich Jordanien liegt im Nahen Osten, zwischen Saudi-Arabien und Israel. Die Amtssprache Jordaniens ist Arabisch, in den größeren Städten beherrschen viele Menschen auch die englische Sprache. Die Währung Jordaniens ist der jordanische Dinar, 1 Dinar sind 1000 Fils. Am Golf von Akaba hat Jordanien Zugang zum Roten Meer und an der Grenze zu Israel liegt das Tote Meer, der tiefste Punkt der Erdoberfläche. Am Roten Meer liegt der einzige Seehafen des Landes, Aqaba. Die Gegend um Aqaba ist bekannt für ihre farbenfrohe Unterwasserlandschaft mit den nördlichsten Korallenriffen der Welt. Aus diesem Grund ist der Golf von Aqaba ein beliebtes Ziel für Taucher. Die Hauptstadt von Jordanien ist Amman, eine Stadt mit etwas mehr als einer Million Einwohnern. Amman liegt im Norden des Landes auf einer Hochebene des Gilead- Gebirges, nicht weit von der Grenze zum palästinensischen Westjordanland entfernt. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, schon zur Zeit der Römer war sie eine bedeutende Metropole. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Amman sind das gut erhaltene römische Theater und die Zitadelle im Zentrum der Stadt. In Amman gibt es einen großen Suq, einen traditionellen arabischen Basar. Ansonsten ist Amman eine sehr moderne Stadt in der Christen und Moslems friedlich zusammenleben.
Jordanien besteht zu mehr als zwei Dritteln aus Wüstengebieten. Im Westen, Osten und Norden des Landes liegen Gebirge mit ausgedehnten Hochebenen. Der höchste Berg des Landes ist der Jabal Ramm im ostjordanischen Bergland, er ist knapp 1800 Meter hoch. Entsprechend der trockenen, kargen Landschaft gibt es auch nur sehr wenig Vegetation, dafür existiert aber eine verhältnismäßig artenreiche Tierwelt. In den Wüsten- und Gebirgsregionen Jordaniens leben unter anderem Gazellen, Wölfe, verschiedene Greifvogelarten und Geier. Der Tourismus ist in Jordanien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, obwohl vergleichsweise wenige Touristen das Land besuchen und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die Felsenstadt von Petra gilt als einzigartiges antikes Kulturdenkmal. Die Fassaden der Grabtempel der verlassenen Stadt wurden aus den Felsen gemeißelt. Die Gegend von Petra war vermutlich schon in der Altsteinzeit besiedelt, in der Antike war Petra aufgrund seiner günstigen Lage ein wichtiger Handelsplatz. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 900 bis 1300 Metern in einem Tal im Gebirge von Edom, nicht weit von der israelischen Grenze entfernt. Im Norden des Landes liegt eine weitere zum Teil erhaltene antike Stadt, Gerasa. Gerasa erlebte seine Blüte in der Römerzeit. Die Römer hinterließen in der Bergbau- und Handelsstadt zahlreiche Baudenkmäler, unter anderem ein Forum und ein Theater sowie mehrere Tempel. Im Süden von Amman liegt Madaba. Die Stadt ist bekannt für ihre griechisch- orthodoxe St. Georgs- Kirche in der ein Mosaik aus dem 6. Jahrhundert zu sehen ist. Dieses zeigt eine Landkarte Palästinas. In einem angeschlossenen Museum sind weitere Mosaike zu sehen. Ein beliebtes Touristenziel sind auch die Wüstenlandschaften Jordaniens, so zum Beispiel das Wadi Rum mit seinen steinzeitlichen Felszeichnungen.