Jul
25
Kategorie: Malediven

Die Malediven sind ein Inselstaat im Indischen Ozeans, südwestlich des indischen Subkontinente. Die Republik der Malediven besteht aus fast 2000 Inseln, davon sind ungefähr 220 von den knapp 300.000 Bürgern der Malediven bewohnt, fast 90 Inseln werden als Ziele für Touristen genutzt. Dabei trennt der maledivische Staat streng zwischen Inseln für Einheimische und für Besucher. So können Touristen die Inseln der Einheimischen nur im Rahmen von geführten Touren besuchen oder eine Sondergenehmigung beantragen. Diese Genehmigungen werden aber nur sehr selten erteilt.
Die Hauptstadt der Malediven ist Malé, sie hat etwas mehr als 100.000 Einwohner und bedeckt die gleichnamige Insel vollständig, diese musste schon künstlich vergrößert werden um Platz für die wachsende Stadt zu schaffen. Malé ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Malediven. Bekannt ist die Stadt für ihre beiden großen Moscheen, der Islam ist Staatsreligion auf den Malediven. In der Nähe von Malé befindet sich auch die Flughafeninsel der Malediven, auf der fast alle Besucher ankommen.
Die Malediven bestehen aus insgesamt 19 Inselgruppen die sich über knapp 900 Kilometer von Norden nach Süden erstrecken. Die einzelnen Inseln sind Atolle mit Korallenriffen, auf den Inseln wachsen Palmen und Brotfruchtbäume. Auf den bewohnten Inseln werden Südfrüchte wie Bananen oder Papayas angebaut. Die meisten Inseln verfügen über Sandstrände und Lagunen. Die Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt der Malediven ist nicht besonders groß. Es gibt kaum größere Säugetiere und auf den meisten Inseln wachsen hauptsächlich Kokospalmen und Scaevolabüsche. Die einzige Ausnahme bildet die Vogelwelt, auf den Malediven leben 120 verschieden Vogelarten, viele Zugvögel machen auf den Inseln Station.
Die Unterwasserwelt der Malediven ist, im Gegensatz zu den Inseln selbst, sehr vielfältig und bunt. In den Korallenriffen um die Inseln leben unzählige Meerestiere und Pflanzenarten. Dies macht die Malediven zu einem beliebten Ziel für Taucher aus aller Welt. Auch beim Schnorcheln kann man viel von den Korallenriffen entdecken. Die meisten Touristenressorts bieten neben dem Tauchen auch noch andere Wassersportarten an. Da die touristisch erschlossenen Inseln ausschließlich zu diesem Zweck bebaut wurden, gibt es in den meisten Ressorts zahlreiche Sport- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Besucher. Wer mehr als eine Insel kennen lernen möchte kann bei vielen Veranstaltern eine so genannte Insel-Hopping-Tour buchen, bei der eine kleine Kreuzfahrt von Insel zu Insel unternommen wird. Dabei ist es dann oft auch möglich die Inseln der Einheimischen zu besuchen und deren traditionelles Leben kennen zu lernen. Die Bebauung der Urlaubsinseln erfolgte unter touristischen Aspekten. So bemüht sich die Regierung der Malediven die Natur ihres Landes zu erhalten, da diese ihre wichtigste Einnahmequelle ist. Nur 20% einer Insel dürfen jeweils bebaut werden und kein Gebäude darf höher als die höchste Palme sein.
Die wichtigsten Einnahmequellen der Malediven sind der Fischfang, der Tourismus und traditionelle einheimische Industrien, wie zum Beispiel der Schiffsbau. Aufgrund der strikten Trennung von Einheimischen und Touristen ist das traditionelle Leben auf den Malediven durch die Anwesenheit von Touristen aus der ganzen Welt kaum verändert worden.

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