MaledivenBereits der norwegische Zoologe und Ethnologe Thor Heyerdahl war begeistert von der zauberhaften Inselkette der Malediven mitten im Indischen Ozean und verbrachte 1983 einige Monate in diesem herrlichen Paradies. Die nördlichsten Inseln sind etwa 700 km von der Südspitze Indiens entfernt und liegen auf gleicher Höhe des Äquators. Diese Inselkette zählt heute ungefähr 339.000 Einwohner, das ist eine Bevölkerungsdichte von 889 Personen auf einen Quadratkilometer.

Frühe, archäologische Funde belegen, dass die Inseln bereits im 4. Jahrtausend vor Christus besiedelt waren.
500 v. Chr. ließen sich hier Singhalesische Buddhisten nieder. Doch 1152 n. Chr. wurde dieses Atoll Islamisch. Es wurde ein Sultanat gegründet und Theemugey Maha Kalaminja, der nun den Namen Mohamed Ibn Abdullah annimmt, wird erster Sultan auf den Malediven.
Etliche unspektakuläre Jahre vergehen, bis 1558 die Portugiesen die Inseln übernehmen und ihre Herrschaft etwa 15 Jahre lang ausüben. Schon 1573 wird die portugiesische Herrschaft allerdings wieder beendet.
1752 versuchen die Ali Ali Rajas durch die Entführung des Sultans die Macht an sich zu reißen, doch ihr Sieg ist nur von kurzer Dauer. Wenige Wochen später erlangen die Malediver ihre Unabhängigkeit zurück.
1887 wird diese Inselgruppe britisches Protektorat und sie erhalten 1932 ihre erste Verfassung. Diese wird allerdings 1939 wieder abgelehnt.
Nach der Beseitigung des Sultans 1953, wird dieses paradiesische Atoll unter Amin Didi zu einer Republik. Aber auch das ist von kurzer Dauer, denn die Malediver kehren wieder zu Altbewährtem, zu ihrem Sultanat zurück.
1957 wird dann Ibrahim Nasir zum Premierminister gewählt und er erwirkt, dass die Briten keine Einheimischen Arbeiter mehr beschäftigen dürfen. Drei Jahre später gibt es Proteste auf den Inseln wegen dieser Änderungen und die Bevölkerung wählt ihren eigenen Präsidenten namens Abdullah Afif Didi.
1962 beendet Nasir die Rebellion im Land und verbannt Afif Didi und seine getreuesten Anhänger auf verschiedene Inseln.
Im Jahre 1965 geben die Briten das Atoll auf und verlassen die Malediven zwei Jahre später endgültig. Nach einem weiteren Jahr, 1968, werden die Malediven wieder eine Republik mit Ibrahim Nasir als ihrem Präsidenten.
1972 öffnet sich das traumhafte Inselgebiet dem Tourismus und Königin Elisabeth II. besucht zum ersten Mal die Malediven.
Zwei Jahre später, am 24. Juni 1964, wird eine Protestkundgebung gegen die Erhöhung der Lebendmittelpreise mit Waffengewalt niedergeschlagen. Anschließend flüchtet Nasir nach Singapore und Abdul Gayyoom wird als neuer Präsident gewählt. Er zieht die Mitglieder des alten Regimes wegen Korruption zur Verantwortung.
1982 werden die Malediven Mitglied im Commonwealth.
1988 wird ein Regierungssturz auf dem Atoll vereitelt und die Rebellen zum Tode verurteilt. Bis heute wurden diese Urteile allerdings nicht vollstreckt.

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Foto: amridesign - Fotolia.com

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