Die bald 230 Jahre alte 7.000.000 Einwohner zählende Metropole Thailands ist nicht nur mit Abstand die größte Stadt des Landes, sondern auch seine Hauptstadt. Bangkok liegt wenige Kilometer vom Golf von Thailand entfernt, am Chao Phraxa. Die Stadt wurde auf einer Schwemmlandebene erbaut. Ein Urlaub in Bangkok bedeutet einen Urlaub der Gegensätze zu machen. Einerseits wird die Tradition hier sehr groß geschrieben, was sowohl in der Architektur als auch der Religion seinen Niederschlag findet, andererseits jedoch schätzt man die Moderne und ist - trotz aller Achtung vor den Traditionen - dem modernen Fortschritt gegenüber aufgeschlossen.
Als Hauptstadt erweist sich die Stadt alle Ehre, denn hier laufen alle Fäden des Landes zusammen, sowohl politisch mit der Königsfamilie und der Regierung, als auch industriell und handelstechnisch. Bangkok ist das Zentrum des Landes und mit dem größten Hafen des Landes auch sein Tor zur Welt. Die Stadt der Engel, wie der Beginn ihres ursprünglichen Namens besagt - welcher mehr als 168 Buchstaben unseres Alphabets benötigt - ist für einen Urlaub ein besonderes und einmaliges Erlebnis, das man gerne wiederholen möchte.
Um alle Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen, bräuchte man Monate. Aber egal wie lange man im Urlaub Zeit hat, es gibt ein paar, die man einfach gesehen haben muss:
- die Altstadt: hier befindet sich das Gelände des Königspalastes mit einer großen Sammlung thailändischer Architektur und Kunst. Auch lohnt sich ein Besuch im dort befindlichen Nationalmuseum, welches mit die größte südostasiatische Sammlung zum Buddhismus, Geschichte und Kunst des Landes besitzt.
- Wat Phra Keo: hier ist das größte Heiligtum Thailands, der Smaragd-Guddha untergebracht. Der Wat Phra Keo ist in der Altstadt zu finden.
- Lumpini-Park: der größte Park der Hauptstadt mit zwei Seen auf denen man auch Boot fahren kann. Der richtige Ort um sich in der quirligen Metropole ein paar Stunden im Urlaub der Muße und der Erholung hinzugeben.
- Silom Road und Surawong Road: wenn man in Bangkok richtig einkaufen will, dann ist man in diesen Straßen mit ihren vielen Einkaufspassagen und Schmuck-, Seiden- und Antiquitätengeschäften hervorragend aufgehoben.
- Chinesenviertel: In diesem Viertel findet der Besucher nicht nur den Wat Traimit – den Tempel des Goldenen Buddha mit der größten Buddhastatue der Welt – sondern auch den Hua-Lamphing-Bahnhof, den Neng Noi Yee-Schrein – in dem die buddhistischen, daoistischen und konfuzianischen Riten vereint sind – und den Pak-Khlong Markt, der mit der Auswahl an Gemüse und Blumen in der Stadt noch seinesgleichen sucht.
- Dusit: dieses Viertel beinhaltet das Regierungsviertel und den Wohnsitz des Königspaares. Zudem findet man hier einen großen Zoo, der neben einer vielfältigen Fauna auch eine ebenso ausgeprägte Flora bietet.
- Thon Buri: dieses erst 1932 zu einem Stadtviertel Bangkoks gewordene Gebiet ist am Besten per Boot zu erkunden, da hier fast alle Gebäude Pfahlbauten im Wasser sind. Ein besonderes Erlebnis ist das Einkaufen in den schwimmenden Bootsläden.
- Thailand Cultural Center: Bangkok bietet eine Menge an kulturellen Erlebnissen, besonders abends und nachts. Neben den vielen Stadien, in denen besonders Thaiboxen vorherrscht, gibt es auch eine Vielzahl an Clubs, Bars und Restaurants. Das Center bietet zudem ein reichhaltiges Programm an Tanz, Musik und Theater, sowohl der westlichen als auch der thailändischen Kultur.
- Suan Chatuchak: dies ist der größte Markt Thailands mit über 6000 Ständen und einem vielfältigen Angebot, das man so nie wieder in Thailand findet.
- Golden Mount: diese eher kleinere Tempelanlage liegt westlich vom Königspalast, etwa in zwei Kilometer Entfernung. Da diese Anlage auf dem höchsten Hügel der Stadt erbaut wurde, hat man von hier aus - bei klarer Sicht - einen herrlichen Blick über die Stadt
Wie bei jeder Reise in ein anderes Land, muss man sich auch in Thailand an gewisse Gepflogenheiten gewöhnen und sollte sich an einige Regeln halten, die das Miteinander mit den freundlichen und in der Regel äußerst toleranten Thais dennoch erleichtert:
- Religion ehren: man sollte niemals mit dem Finger auf geheiligte Gegenstände zeigen, über die Religion in Thailand spotten/schimpfen oder auf Buddhastatuen rumklettern – solch Verhalten wird in Thailand in der Regel mit Gefängnisstrafen geahndet
- Füße zeigen: Wenn man sich hinsetzt, sollte man niemanden die Füße entgegenstrecken, schon gar nicht einer Buddhastatue in Tempeln. Tempel darf man auch nicht mit Schuhen oder Strandkleidung betreten
- Mönche: Frauen dürfen in Thailand keine Mönche berühren. Wenn man mit einem Bus fährt, darf man sich nicht auf die letzte Bank in diesem setzen, da jene für Mönche reserviert ist.
- Königliche Familie: respektlose Äußerungen gegenüber dieser sind verpönt und können mit Gefängnisstrafen geahndet werden. Ein solches Vergehen ist es schon, wenn man auf einen Geldschein tritt - oder diesen zerknüllt - der das Abbild des Königs trägt.
- Der Kopf: Erwachsenen und Kindern sollte man nicht über den Kopf streicheln, da dies als das Zentrum der geistig-menschlichen Würde, also dem Sitz der Seele gilt. Da er der heiligste Ort des Körpers ist, ist diese Geste – Ausnahme sind Familienmitglieder – verpönt.
- Respektlosigkeit: In Thailand ist es Sitte seinen Respekt mit gefalteten Händen zu demonstrieren. Je höher die flach gefalteten Hände geführt werden, desto stärker ist auch die Respektbezeugung. Auch sollte man bei einer Begrüßung nicht mit „Wai“ antworten, da Ausländer in Thailand einen anderen, eigenen Status haben und somit beleidigend reagieren würden. Ein freundliches Nicken ist als Antwort ausreichend und zeigt Respekt. Sich lauthals zu beschweren oder zu schimpfen gilt ebenfalls als respektlos und ist nicht gerne gesehen. Fragen oder Beschwerden sollten immer ruhig und höflich geäußert werden.
- Die Hände: Da die linke Hand in Thailand als unrein gilt, ist es empfehlenswert Gegenstände mit rechts entgegen zu nehmen, wie auch mit rechts zu essen.
- Zärtlichkeiten: Zärtlichkeitsbekundungen zwischen Mann und Frau in der Öffentlichkeit oder in Gegenwart anderer sind nicht üblich. Zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren vollkommen verpönt.
- Nationalhymne: Morgens um 8 Uhr und abends um 18 Uhr ertönt auf großen Märkten und Plätzen die Nationalhymne. Es gilt als unhöflich und respektlos während der Zeit zu reden und sich nicht zu erheben.
- Geiz: es ist Sitte in Thailand gute Trinkgelder zu geben und somit auch Respekt gegenüber der geleisteten Arbeit zu zeigen.
Foto: Joakim Leroy - Fotolia.com
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