Bulgarien ist ein Reiseland mit zwei Gesichtern. Einmal ist es noch die sowjetisch dominierte Architektur in den Großstädten und dann eine Landschaft und eine Natur, die man in Europa so nirgendwo mehr findet.
Bulgarien hat eine gemeinsame Grenze mit Griechenland, Mazedonien, Rumänien, Serbien sowie der Türkei und ist seit 1. Januar 2007 mit seinen rund 7,5 Millionen Einwohnern Mitglied der Europäischen Union. Das Wetter im Winter ist oft kalt und feucht, im Sommer dagegen kann es sehr heiß werden, und es regnet auch ab und zu - am meisten auf dem Musala-Berg mit etwa 2900 Metern Höhe, er ist der höchste Berg Bulgariens.
Für Urlauber am bedeutendsten sind jedoch die Strände am Schwarzen Meer. Von deutschen Reiseveranstaltern werden überwiegend Goldstrand und Varna angeboten. Vor allem deshalb, da hier die touristische Infrastruktur am weitesten fortgeschritten ist. Doch die gesamte Schwarzmeerküste verfügt über sehr schöne Strände, mit kleinen, ruhigen Buchten, die von kleinen Fischerdörfern umgeben sind. Gerade diese kleinen Ortschaften sind wahre Goldgruben für Freunde hervorragender Fischgerichte und von Meeresfrüchten. Hier trifft man auf die ursprüngliche bulgarische Küche - und das auch heute noch zu Preisen, die unschlagbar sind.
Rund 370 Kilometer ist die bulgarische Schwarzmeerküste lang, und da alle Strände nur langsam und sehr flach ins Meer abfallen, ist diese Küste ideal für Familien mit Kindern. An den Stränden der touristischen Hochburgen werden für Kinder spezielle Ferienprogramme angeboten, die auch den Eltern etwas Ruhe verschaffen. Und noch etwas ist für die Badenden wichtig: Hier gibt es keine Quallen, und das Wasser hat einen verhältnismäßig niedrigen Salzgehalt.
Wer an der Schwarzmeerküste Urlaub macht, muss unbedingt auch deren größter Stadt, Varna, einen Besuch abstatten. Varna ist Kurort und die bedeutendste Hafenstadt Bulgariens zugleich. Historische Bauwerke, wichtige Kirchen, hochinteressante Museen und Kunstgalerien, aber auch ein neues Opernhaus sprechen für sich. Und unbedingt zu besichtigten ist der so genannte “Meeresgarten”: Blumen über Blumen und mitten drin das Naturkundemuseum, das Aquarium, das Planetarium und der Zoo und mit einem Delphinarium.
Doch die Küste ist nur ein Teil des Landes, das noch viel mehr zu bieten hat. Angefangen mit der bulgarischen Hauptstadt Sofia mit rund 1,2 Millionen Einwohnern, dicht an der serbischen Grenze gelegen. Im Süden der Stadt nimmt das wild-romantische Witoscha-Gebirge seinen Anfang und es erreicht seine größte Höhe in 2286 Metern. Es ist so etwas wie der Hausberg der Bewohner der Hauptstadt, denn sie fahren gerne übers Wochenende dort hinauf, um sich zu erholen. Nördlich von Sofia beginnt das etwa 500 Kilometer lange Balkangebirge, das das Land in eine Nord- und eine Südhälfte teilt.
Sofia ist über 5000 Jahre alt und damit eine der ältesten Städte Europas, aber auch das größte Kulturzentrum des Landes. Zahlreiche Theater und verschiedene Museen sowie eine weltberühmte Philharmonie prägen das kulturelle Leben in ganz Bulgarien. Um die Stadt und ihre Menschen kennen zu lernen, sollte der Besucher eine Woche einplanen.