Der Bodensee: Mit 538 km² Fläche, einer maximalen Tiefe von 252 m und einem Wasservolumen von rund 50 Milliarden m³ einer der größten und mithin auch einer der bedeutendsten Seen Europas. Geteilt in den bis zu 14 km breiten Obersee und die beiden Zweigbecken Überlinger See und Untersee bemisst die Uferlänge insgesamt über 260 km.
Die Grenzen zwischen den Anrainerstaaten Schweiz, Österreich und Deutschland sind zum Teil vertraglich, zum Teil aber auch durch unwidersprochene Akzeptanz des status quo festgelegt; eine den ganzen See umfassende Regelung besteht nicht. Ein Zustand, an dem sich indes niemand stört. Im Gegenteil: Der See wird weniger als Grenze, sondern vielmehr als verbindendes Element nicht nur zwischen den EU-Staaten Deutschland und Österreich, sondern auch der Schweiz empfunden.
Bis weit ins Hinterland spricht man allgemein nur vom “See“. Ein Hinweis darauf, welch bedeutender Stellenwert dem Bodensee nicht nur in den unmittelbaren Uferregionen zukommt.
Dies gilt in erster Linie für den Tourismus, der sich zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor entwickelt hat. Alle Arten von Wassersport, Rad fahren, Wandern: Der See hat seine Fans bei Jung und Alt. Dennoch wurde stets Wert darauf gelegt, die ökologischen Belastungen umweltverträglich zu gestalten: Bereits seit 1959 bemüht sich die trinationale Gewässerschutzkommission um die Reinhaltung des des Sees. Heute hat der Bodensee (wieder) Trikwasserqualität.
Die bekanntesten touristischen Ziele auf deutscher Seite sind Konstanz, die Insel Mainau mit ihrer üppigen südlichen Vegetation, Meersburg, Kloster Birnau, Überlingen und Lindau mit Insel und Hafen. Der Besucher findet zahlreichen Ferienhäuser und am Bodensee Ferienwohnungen vor. Auf österreichischer Seite hat sich vor allem Bregenz durch die alljährlichen Festspiele auf der Seebühne einen Namen gemacht. Bekannte Destinationen der Schweiz sind vor allem der Rheinfall bei Schaffhausen und Aborn, dessen Sandskulpturen-Wettbewerb bis weit über die Schweiz hinaus bekannt geworden ist.
Die Beckenlage des Sees und die Größe der Wasserfläche schaffen ein deutlich ausgeprägtes mildes Lokalklima. Es begünstigt vor allem den Obstbau, aber auch Feldgemüse und Hopfen prägen das Umland. Der Weinbau wurde mehr und mehr zurückgedrängt. Anbauflächen finden sich heute vor allem noch am deutschen Nordufer bei Hagnau und Meersburg.
Auch kulinarisch lässt der See keine Wünsche offen: Die ausgezeichnete Gastronomie bietet fangfrischen Aal, Bodenseefelchen und viele andere Köstlichkeiten.
Der See - er ist immer eine Reise wert - ganz gleich an welchem Ufer.