Erkner ist eine Stadt im Landkreis Oder-Spree, in Brandenburg. 12 000 Einwohner leben in dem idyllischen Städtchen im “Speckgürtel” Berlins. Die wald- und seenreiche Umgebung Erkners macht den Ort zum beliebten Naherholungsgebiet für Hauptstädter und ihre Gäste. Dafür sorgt nicht zuletzt die ausgezeichnete Anbindung Erkners an das Verkehrsnetz. In Erkner befindet sich die Endstation der Berliner S Bahn und in nur 2 Kilometern erreicht man die Autobahnauffahrt zum Berliner Ring. Der Flughafen Berlin Schönefeld liegt 25 Kilometer vor der Stadt. Wer ein Zimmer oder eine Ferienwohnung in Erkner gebucht hat, gelangt in weniger als einer halben Stunde zum Alexanderplatz, im Herzen Berlins. Die Ferienregion Spreewald oder Potsdam, Standort des berühmten Schlosses Sanssouci, erreichen Sie in zirka einer Stunde.
Erstmals taucht Erkner in den Geschichtsbüchern 1579 auf, als ein Fischer sich hier niederlässt und “Arckenow” im Rüdersdorfer Kirchenbuch registriert wird. Innerhalb der beiden folgenden Jahrhunderte wächst die Siedlung nur spärlich heran, auf gerade einmal sieben Häuser. Als 1711 eine Station der Postlinie Frankfurt - Berlin entsteht, beginnt der Ort zu wachsen. Der Fischfang bleibt bis Ende des 19. Jahrhunderts Hauptwirtschaftzweig in Erkner. Später werden die Teererzeugung und die Kunststoffproduktion industriell bedeutend. Erkner erhält, als erster ostdeutscher Ort nach der Wiedervereinigung, 1998 die Stadtrechte.
Hauptverkehrsstraße Erkners ist die Friedrichsstraße. Umfangreiche Sanierungsarbeiten verliehen ihr ein modernes Gesicht. Die preußische Postsäule dagegen erinnert an die Vergangenheit Erkners. Ein lebendiger Zeuge längst vergangener Tage ist auch das letzte verbliebene Exemplar eines Maulbeerbaumes. Preußenkönig Friedrich II. ließ 1752 eine Plantage von 1500 Bäumen anlegen. Sakraler Mittelpunkt Erkners ist die neugotische Genezareth Kirche, welche 1897, unter Anwesenheit von Kaiserin Auguste Victoria, eingeweiht wurde. Der Würdenträgerin verdankt das Gotteshaus auch seinen Namen.
Ein Gönner Erkners war der Konzertflügelfabrikant Carl Bechstein. Seine großzügig angelegte Villa am Dämeritzsee beherbergt heute das Rathaus. Auch der Name des Dichters Gerhart Hauptmann ist eng mit Erkner verbunden. Die “Villa Lassen”, welche er vier Jahre bewohnte, war prägend für sein Leben. Hier wurden seine ersten drei Söhne geboren und hier erkannte er seine schriftstellerischen Talente und verfasse sein erstes Drama “Vor Sonnenaufgang”. Eine ständige Ausstellung erinnert an Leben und Werk des Literaten. Ein liebevoll restauriertes, reetgedecktes Fachwerkhaus beherbergt das Heimatmuseum Erkners. Wer seine Ferien in einem Zimmer oder einer Ferienwohnung in Erkner verbringt, sollte sich hier über die Geschichte der Stadt informieren.
Neben Ausflügen in die turbulente Weltstadt Berlin, sind Ruhe und Erholung in Erkner angesagt. Die seenreiche Umgebung ist ideal für Wasserwanderer. Besonders reizvoll ist eine Tour vom Dämeritzsee durch die Müggelspree nach Neu Venedig. Namensgebend waren hier die zahlreichen Kanäle und Brücken.
Erkner gilt als Wanderparadies, zu Fuß oder per Rad gibt es in dem Kleinod, südostlich Berlins viel zu entdecken. Um den malerischen Wupatzsee führt der Leistikoweg, ein beschilderter Lehrpfad. Spaß für die ganze Famile bietet die Wanderung zum Kinderbauernhof. Literaturinteressierte können sich im Stadtgebiet Erkners auf den Spuren Gerhart Hauptmanns bewegen. Der 5 Kilometer lange Pfad passiert dem Dichter vertraute Orte. Schautafeln geben entsprechende Hinweise. Entlang der alten Poststraße genießt man die ursprüngliche Wald- und Seenlandschaft vor den Toren Berlins.