Um das Jahr 1900 begann das Königlich Bayerische Staatsministerium des Inneren mit der Herausgabe einer Buchreihe, die sich mit den Kunstdenkmälern eines jeden Bezirksamtes (das sind die Vorläufer der heutigen Landkreise) beschäftigte. Die Ausgabe über das Bezirksamt Regensburg erschien 1910. Das Bezirksamt umfasste eine Fläche von 617,72 qkm. Die gut 30.000 Einwohner verteilten sich auf 79 Gemeinden und 415 Ortschaften, darunter der Markt Wörth. Ein großer Teil der Fläche des ehemaligen Bezirksamtes liegt in einem Gebiet, das heute unter „Vorderer Bayerischer Wald“ bekannt ist.
Die Nähe zum kirchlichen und weltlichen Zentrum Regensburg hat aus kulturhistorischer Sicht das Bezirksamt Regensburg maßgeblich beeinflusst; Vor allem in der Romanik. Aus dieser Epoche haben sich einige Kunstdenkmäler fast unverändert erhalten. Vollständig gewölbte Kapellen mit Apsis sind in Obermiethnach und Zinsendorf zu finden, der Typus mit Kreuzgewölbe in Weiher und Kreuzhof. Schöne Vertreter der Romanik sind die Kirchen in Auburg, Egglfing, Krumbach und Tiefenthal. Zu nennen wären an dieser Stelle noch eine Reihe weiterer klerikaler Bauten wie Wengling oder Mötzing, die noch romanische Mauerreste aufweisen. Die nachfolgenden Epochen haben weniger bedeutsame kirchliche Denkmäler hinterlassen.
Nur noch Burgställe mit wenig oder kaum aufragenden Mauerwerk, Hinterlassenschaften des lokalen Adels, haben sich in Auburg, Haidau, Lichtenberg, Luckenpoint, Niedertraubling, Rieckhofen und Oberlichtenwald erhalten.
Als Ruinen stehen noch Brennberg und Neueglofsheim da, die beide auch noch romanische Bauspuren aufweisen. Bedeutende Herrschaftssitze aus dem 18. Jahrhundert sind in Alteglofsheim, Köfering, Schönach und Sünching, kleinere Schlösser in Neueglofsheim, Wiesent, Barbing und Ettersdorf zu finden.
Das wichtigste profane Baudenkmal auf dem gebiet des ehemaligen Bezirksamtes ist Schloss Wörth an der Donau und zugleich auch eines der historisch interessantesten. Noch 1803 wurde für den Fürstprimas Dalberg ein kleines Kerrschaftsgebiet erschaffen, das die ehemals freie Reichsstadt Regensburg und die Herrschaften Donaustauf, Hohenburg und Wörth umfasste. Sieben Jahre später war er aber Schluß mit dem letzten geistlichen Fürstentum auf deutschem Boden.
Wer hier Urlaub macht, nutzt ein kleines Hotel, Pension oder Ferienwohnung als Ausgangsbasis für Ausflüge in den Bayerischen oder Oberpfälzer Wald, das nahegelegene weltberühmte Kloster Weltenburg, die Städte Regensburg, Straubing und Passau mit ihrer historischen Altstadt.