Der Deutschen liebste Urlaubsinsel ist sicherlich nach wie vor die in der Nordsee gelegene Insel Sylt. Aber auch an und in der Ostsee gibt es schöne Flecken. Fehmarn ist den meisten ein Begriff und auch von der mecklenburg-vorpommerschen Halbinsel Zingst (eigentlich Fischland-Darß-Zingst) haben schon viele gehört. Und nicht zu Unrecht, denn sie hat einiges zu bieten, vor allem für Naturliebhaber. Denn nach der Wiedervereinigung wurde auf Zingst ein großer Naturschutzpark, der „Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft“, eingerichtet. Er dient vielerlei Vögeln als Brutstätte und bietet dem Besucher unvergessliche Anblicke. Das renaturierte Heide- und Feuchtwiesengebiet liegt im Osten von Zingst. Es ist gut mit dem Auto oder dem Fahrrad erreichbar. In Pramort, einem ehemaligen Ortsteil der Stadt Zingst, befindet sich heute eine Kranich-Beobachtungsstelle. (Ferngläser nicht vergessen!) Und in der Nähe des Pramorts ist die 14 Meter hohe Große Düne gelegen, welche bis heute nicht aufgehört hat zu wandern. Auch der Osterwald ist einen Besuch wert. Schließlich ist er das größte Waldgebiet auf Zingst und es gibt hier sogar Mammutbäume! Der Wald liegt zwischen dem Ort Zingst und den Sundischen Wiesen.

Die Gemeinde Zingst selbst ist seit gut fünf Jahren ein bekanntes Seeheilbad. Und beherbergt selbst ebenfalls vielerlei Sehenswürdigkeiten. Zuallererst sollte man sich die evangelische Peter-Pauls-Kirche aus dem Jahr 1862 ansehen. Sie ist im neugotischen Stil gehalten und wurde von dem Architekten Friedrich August Stüler erbaut. Weiterhin ist der Zingsthof, ein kirchliches Erholungsheim zu erwähnen. Hier befindet sich auch die so genannte „Bonhoeffer-Kapelle“, in der eine Gedenktafel daran erinnert, dass der berühmte Theologe und Widerstandskämpfer in den 30-er Jahren zweimal im Hof war. Wer sich mehr für Schifffahrt interessiert, dem seien die zahlreichen Kapitänshäuser zu Besichtigung empfohlen. Die ersten diese Häuser wurden Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut. Sie waren meist größer als die anderen Gebäude im Ort und zur Unterscheidung von den Steuermannshäusern, welche blau oder bunt gestrichen werden mussten, sind die Kapitänshäuser meist weiß getüncht und oft mit einem voll ausgebauten Dachgeschoss und einem roten Ziegeldach versehen. Typische Kapitänshäuser sind in der Strandstraße 47 und der Hafenstraße 12 zu finden (Sylt Unterkunft). An regnerischen Tagen kann man auch getrost das Heimatmuseum besuchen, welches ebenfalls in ein ehemaligem Kapitänshaus, untergebracht ist, und sich so vor der Unbill des Himmels schützen. Sobald der aber wieder aufklart ist allerdings ein Rundgang im Hafen angesagt – ein unbedingtes Muss! Denn der Hafen beherbergt die Anlegestelle der Weißen Flotte und einen gut besuchten Fischverkauf. Er umfasst über 40 Liegeplätze. Und auch für Familien mit Kindern ist gesorgt: Ein Besuch des Experimentariums, einer Ausstellung extra für Kinder, werden an zahlreichen Gerätschaften die Naturgesetze der Mechanik, Optik und Elektrotechnik auf spielerische Weise näher gebracht. Und für die ganz Kleinen gibt es vor dem Museum sogar einen Erlebnisspielplatz. Geschichtsinteressierte sollten sich die Hertesburg nicht entgehen lassen. Hierbei handelt es sich um eine ehemals slawische Burg und zugleich die mittelalterliche Zollstelle am Prerow-Fluss. Heute sind zwar nur noch die Reste der Burgmauer zu sehen, aber Ritterfeeling kommt trotzdem auf. Es ist also für jeden etwas dabei auf Zingst

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