Wer kennt sie nicht, die Japaner die in vier Tagen Europa bereisen müssen und nicht einmal einen Bruchteil dieses Kontinents zu sehen bekommen. Doch in der Tat stellt sich die Frage, was ist eigentlich Europa? Ist es das geografische, das politische oder beides? Grob gesagt kann man sagen Europa beginnt im Norden am Nordkap und endet im Süden auf Sizilien oder in Griechenland, beginnt im Osten in Frankreich und Spanien und endet im Osten in der Ukraine und in Weißrussland.
Ohne alle anderen Staaten zu vernachlässigen, sieht man schon an dieser Aufstellung, wie vielfältig Europa ist: klimatisch, geologisch, kulturell und geschichtlich. Also gilt es, sich an den geografischen Grenzen zu orientieren, wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Skandinavien mit seinen Ländern Dänemark, Norwegen, Finnland und Schweden, das heißt wunderschöne Natur im Überfluss: mit riesigen Wäldern, Tausenden von Seen, Fjorden und großen Städten, aber auch unzähligen kleinen Dörfern mit bunten Holzhäusern.
Island im Nordwesten, das Land der Geysire und Vulkane, mit heißen Quellen und unwirtlichen Eislandschaften. Und immer wieder größere Ansammlungen von “Gewächshäusern”, die, mit Erdwärme versorgt, sogar Bananenernten erlauben und blühende Landschaften vermitteln, während draußen in eisiger Kälte die Isländer im warmen Freibadwasser schwimmen.
Da sind die britischen Inseln - England, Schottland Irland, die Kanalinseln Guernsey und Jersey - von Grün überzogen, mit herrlichen Parkanlagen vor aristokratischem Ambiente, mit Schafen gesegnet und ohne Fish and Chips undenkbar. Die Heimat des Whiskys und des Guinnes und der gemütlichen Pubs. Kleine Städtchen mit Bauten aus der Tudorenzeit, heruntergekommenen Arbeiterstädten von glanzvollen Schlössern und Burgen umgeben. Und die Weltmetropole London, wo sich die berühmteste Adelige der Welt, die Queen, in ihrem Palast um neue Hüte kümmert.
Die Benelux-Staaten, Belgien, Niederlande und Luxemburg, verkörpern allesamt mitteleuropäische Kultur in Architektur, aber auch in allen gesellschaftlichen Bereichen. Von der Nordsee über die Ardennen wechselt die Landschaft vom flachen Land bis zu mittelhohen Bergen. Wobei sich an der Küste der Tourismus etabliert hat, während in Luxemburg das große Geld zu Hause ist und große Politik gemacht wird.
In der Mitte Europas liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz. Deutschland nach der Wende mit noch vielen unbekannten Ecken im ehemaligen Ostteil, in den alten Bundesländern mit den bekannten Sehenswürdigkeiten. Die Alpenrepubliken Österreich und Schweiz konkurieren mit den höchste Bergen, die an die 4000 Meter Höhe erreichen und zu den beliebtesten Urlaubsgebieten der Deutschen gehören, auch im Winter, mit berühmten Skigebieten.
Die Tschechische Republik, mit der Goldenen Stadt Prag, mit anerkannten Heilbädern wie Marienbad oder Karlsbad, die noch unentdeckte Slowakei mit der Hauptstadt Bratislava, Ungarn mit seiner wunderschönen Hauptstadt Budapest und dem Steppensee Plattensee sowie Polen mit über 10.000 Seen und Bergen bis zu 2000 Metern - alles Länder mit eigenen Kulturen und Landschaften.
Zu Europa gehören jedoch auch die baltischen Staaten Estland, Litauen und Lettland, die Ukraine und Weißrussland, die allesamt dabei sind touristische Infrastrukturen zu schaffen.
Diese Infrastrukturen gibt es in Italien, Spanien und Portugal schon lange. Keine anderen Länder kennt der Deutsche so gut, sind sie doch allesamt Garanten für Sonne, Strand und Meer.