Nur wenige Autostunden von Deutschland entfernt liegt eine der interessantesten und schönsten Städte Europas: Amsterdam. Mit rund 750.000 Einwohnern eine eher kleine Stadt, aber mit dem dem Umland gerechnet sind es etwa 2,5 Millionen.

Wer eine Städtereise nach Amsterdam machen möchte, sollte aufgrund der erheblichen Parkplatzprobleme und der extrem teuren Gebühren eher auf das Auto verzichten und einen Billigflieger oder die Bahn wählen, die auch interessante Pauschalangebote in ihrem Programm hat.

Einen Besuch in Amsterdam sollte immer mit einer Grachtenrundfahrt beginnen, denn diese vermittelt einen ersten, aber hervorragenden Eindruck über die Stadt. Ganz in der Nähe des Hauptbahnhofes fahren alle 30 Minuten die sehr flachen Grachtenboote los. Man kauft sich ein Ticket, das den gesamten Tag über gültig ist. Das hat den Vorteil, dass man an den sieben Haltestationen ein- und aussteigen kann so oft man möchte, um sich spontan etwas umzusehen.

Zunächst fahren die Boote durch die historische Prinsengracht, wo sich auch das Anne-Frank-Haus befindet. Von hier fährt man dann über die Leidsegracht und die Singelgracht zur Haltestelle Museumplein (Museumsplatz). Hier muss man unbedingt aussteigen, denn drei der bedeutendsten Museen der Niederlande kann man hier besichtigen: das Rijksmuseum (Nationalmuseum, mit der größten Kunstsammlung der Niederlande), das Van-Gogh-Museum und das Stedelijk-Museum. Achtung: lange Wartezeiten!

In unmittelbarer Nähe des Museumplein liegt der Vondelpark, der durch seine außergewöhnliche Gartenarchitektur auffällt. In diesem 45 Hektar großen Park wechseln sich Baumbestände, Teiche und Rasenflächen ab, die in vielem an einen Englischen Garten erinnern.

Jetzt kann man wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren, um sich in das bunte Treiben in der Innenstadt zu stürzen. Dass Amsterdam eine durch Einwanderer geprägte multikulturelle Stadt ist, sieht man an den Menschen verschiedenster Kulturen und Hautfarben, die in den Fußgängerzonen unterwegs sind. Hier ist alles auf den Tourismus ausgerichtet, so bieten die Geschäfte meist nur Kitsch oder billige Souvenirs zu teuren Preisen an.

Deshalb ist es schöner, besser und viel interessanter gleich in den Stadtteil Jordaan zu fahren. Dieser Teil Amsterdams ist vergleichbar mit Montmatre von Paris, dem Schanzenviertel in Hamburg oder Kreuzberg in Berlin – nur ein wenig vornehmer. Der Jordaan ist das älteste Viertel Amsterdams, hier entstanden einst Arbeitersiedlungen. Mit der Zeit kamen aber auch Intellektuelle, Linke, Immigranten und Künstler hier her – Rembrandt hatte eine “Gemäldefabrik” in der Bloemgracht, und er lebte bis zu seinem Tode hier.

Doch was wäre Amsterdam ohne seine Märkte mit Antiquitäten und sonstigem originalen Kunsthandwerk? Liebhaber werden im Jordaan immer fündig. Doch nicht nur Wertvolles kann man hier finden, auch die traditionellen Flohmarktwaren bekommt man hier zu günstigen Preisen, wenn man ein bisschen handelt.

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