Cadzand-Bad ist ein Küstenort im Südwesten der Niederlande, in der Provinz Zeeland, unweit der belgischen Grenze. Direkt hinter den Dünen erstreckt sich der südlichste Badeort der Niederlande, in dem 500 Menschen leben. Im Jahre 1111 wurde Cadzand erstmals urkundlich erwähnt. Die Namensentsprechung “kleiner Deich” lässt sich auf die ursprüngliche Lage Cadzands auf einer von Deichen umgebenen Insel zurückführen. Mittelpunkt des lebendigen Ortes ist der Boulevard de Wielingen, flankiert von dorischen Steinsäulen. Der feine Sandstrand der Nordsee lädt auf 5 Kilometern Länge zum Baden, Sandburgen bauen und Relaxen ein. Berühmt ist der Cadzander Strand auch für seine zahlreichen Funde fossiler Haifischzähne. Bei ungünstiger Witterung bietet die Sporthalle von Cadzand die Möglichkeit, Tennis, Squash, Badminton oder Tischtennis zu spielen. Landschaftlich sehr reizvoll ist der Küstenradweg nach Breskens. Entlang des Wanderpfades “Slaperdijk” gelangt man zum Naturschutzgebiet “Het Zwin”, welches zum Teil auch belgischen Boden berührt. Durch den Vogelpark werden geführte Wandertouren angeboten.
Zwei Kilometer landeinwärts liegt Cadzand-Dorf. Das mittelalterliche Ringdorf entwickelte sich um die Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert. Eine beliebte Sehenswürdigkeit ist die funktionstüchtige Mühle “Nooitgedacht”. An lauen Sommerabenden kommt romantische Stimmung auf, wenn die Mühlenroute die Bauernhöfe und Mühlen der Umgebung in sanftes Kerzenlicht taucht. Wer in der Abgeschiedenheit Zeelands den Trubel der Großstädte vermisst, gelangt per PKW auf schnellen Wegen in die belgischen Metropolen Antwerpen, Genf oder Brügge.
Zeeland ist die südwestlichste Provinz der Niederlande und befindet sich im Mündungsdelta von Rhein, Maas und Schelde. Die Provinz vereint die Inseln und Halbinseln im Südwesten der Niederlande sowie die schmale Landzunge Seeländisch Flandern, worauf sich Cadzand befindet. Im Zuge des Delta Planes, welcher nach der schweren Flutkatastrophe von 1953, bei der nahezu 2000 Menschen den Tod fanden, in Kraft trat, wurde eine hervorragene Infrastruktur geschaffen. Riesige Dämme und Wehre ließen eine malerische Seenlandschaft entstehen, welche als Eldorado für Wassersportler gilt.
Zeelands Hauptstadt Middelburg war bereits im Mittelalter ein wichtiges Handelszentrum. Kreisförmig folgt der Straßenverlauf dem einstigen Grachtengürtel. Das 1458 errichtete Rathaus gilt als eines der schönsten gotischen Gebäude der Niederlande. Die Fassade schmücken Figuren der holländischen Adelsfamilien. Ganz nach mittelalterlichem Vorbild sind Fenster und Türen mit rot weißen Läden verschlossen. Wahrzeichen des Ortes ist der achteckige Abteiturm. Wer die 200 Stufen des “Langen Jan” erklimmt, genießt einen herrlichen Blick auf Middelburg.
Die Hafenstadt Vlissingen gilt als Geburtsort des Seehelden Admiral de Ruyler, welcher die Niederlande siegreich aus dem 3. Englisch-Niederländischen Krieg führte. Heute blickt de Ruyler von seinem Standbild stolz ins Meer hinaus.
Idyllisch präsentiert sich Zierikzee. Um den historischen Hafen scharen sich hübsche Kaufmannshäuser. Weithin sichtbar ist der mächtige Turm der einstigen Lievens Kirche. Zeugnis der Moderne sind die schmucken Jachten am Meeresarm zur Oosterschelde. Die Oosterschelde überwindet, auf einer Länge von 5 Kilometern, die Zeelandbrug, längste Brücke der Niederlande.