Von Neapel und Capri sind es gerade mal 17 Seemeilen bis zur Insel Ischia, die mit etwa 47 km² im Golf von Neapel die größte Insel ist. Die Geschichte hat es mit den Insulanern, deren erste Siedlungen bereits vor 7000 Jahren existiert haben sollen, nicht immer gut gemeint. Erdbeben und Vulkanausbrüche mussten sie ebenso über sich ergehen lassen wie Eroberungen und Pirateneinfälle, was zur Folge hatte, dass sich Armut auf der Insel breit machen konnte.
Die Insel Ischia ist eine Vulkaninsel mit noch heute aktiven Vulkanen und etwa 100 Thermalquellen. Diese sprudelnden Quellen, sowie das unvergleichlich gute Klima, haben die Insel zu einem kleinen Paradies gemacht und die Insulaner haben diese Geschenke der Natur gern angenommen, um aus ihrer Armut zu kommen. Bereits im 17. Jahrhundert gab es genügend Europäer, die ihre Leiden hier behandeln ließen. Doch es ist archäologisch bewiesen, dass die Thermalbäder schon in der Antike zu therapeutischen Zwecken genutzt wurden.
Urlaub auf der grünen Insel Ischia wird zu einem Erlebnis der eindrucksvollen Art und besonders Naturfreunde kommen beim Wandern auf Ischia auf ihre Kosten. Ausgezeichnete, gut präparierte Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, führen über die Höhenlagen und küstennah durch die Landschaft. Begeht der Urlauber die „Wanderwege der Eidechse“, wird er vorbei an erloschenen Vulkankratern, durch Weinberge und Kastanienhaine zu wunderschönen Meeresbuchten gelangen, wo er für die Anstrengungen mit einem Panoramablick über das blaue Meer belohnt wird. Das Landesinnere wird von Kastanienwäldern und Pinienanpflanzungen dominiert, wobei außerdem eine botanische Vielfalt von Anemonen, Rosmarin- und Thymiansträuchern, Zitrusfrüchtebäumen bis hin zu Orchideen zu bewundern ist. Gepflegte Weinberge und Terrassen säumen die Wege und so mancher Winzer lädt zur Verkostung in einen seiner alten Weinkeller ein.
Wenn der Tag voller Aktivitäten zur Neige geht, freut sich jeder Urlauber auf seine bestens ausgestattete Unterkunft, von denen auf der Insel aber reichlich vorhanden sind. Stellvertretend für viele Hotels soll hier das Ischia Hotel Imperamare mit seiner traumhaften Aussicht genannt werden. Bei einem guten Abendessen im gemütlichen Restaurant, vielleicht das traditionsreiche „coniglio all’ischiatana“ (ein mit Tomatensoße und Oliven zubereitetes Kaninchen) und einer guten Flasche Wein, kann der Abend ausklingen.
Die bekanntesten Strände für den Badefreund sind der weitläufige und großzügig gestaltete Maronti Strand in der Barano Bucht und der feinsandige Citara-Strand. Aber auch andere Strände lassen keine Wünsche offen und bieten dem wasser-und sonnenhungrigen Urlauber ein Höchstmaß an Annehmlichkeiten. Doch wer mal keine Lust zum Wandern oder Baden hat, besichtigt den Hafen von Ischia Porto, kehrt in eine der vielen Tavernen ein oder bummelt über die anschließende Fußgängerzone. Hier sollte die Besichtigung des „Castello Aragonese“ unbedingt zum Programm gehören. Weiter sind der Panoramablick über den Golf von Neapel mit Sicht auf die Silhouette des Vesuvs, vom Fiaiano in der Gemeinde Barano zu empfehlen. Die Kirche von Soccorso in Forio und der Naturfelsen „Fungo“ (Pilz), im Küstenbereich des Ort Lacco Ameno sollten ebenfalls auf dem Besichtigungskalender stehen.
Aber die grüne Insel hat noch viel mehr zu bieten. Lassen Sie sich doch bei einem Besuch davon überzeugen!
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