Die Toskana ist eine landschaftlich wunderschöne, sehr geschichtsträchtige, von Traditionen geprägte Region in der Toskana, die aber auch von kulturellen und geographischen Gegensätzen bestimmt wird. Eine Region, die einerseits unter anderem mit Leonardo da Vinci, Galileo Galilei oder Amerigo Vespucci berühmte Denker, Eroberer und Künstler hervorbrachte, deren Werken in den architektonisch reizvollen Städten der Toskana zu bewundern sind. Andererseits aber auch bodenständige und sehr auf Landwirtschaft orientierte Einwohner beheimatet, die stolz und heimatverbunden an alten Traditionen festhalten. Diese Traditionen werden allerdings nicht nur hinter verschlossen Türen gepflegt, sondern gesellig und offen zur Schau getragen, ganz der herzlichen Mentalität der Toskaner entsprechend.
Die aus zehn Provinzen bestehende, zwischen Nord- und Mittelitalien gelegene, knapp 3,6 Millionen Einwohner zählende Region Toskana wird geografisch bestimmt durch eine weitgehend hügelige Landschaft, die im Norden von bis zu 2.000 Meter hohen Bergen der Apuanischen Alpen begrenzt wird, und durch eine langgezogene Küstenregion, in der vor allem die Etruskische Riviera und die Küste der Maremma von zahlreichen Badeurlaubern gerne aufgesucht wird.
Insbesondere die malerische, nordöstlich des Monte Amiata im Hinterland von Siena gelegene Landschaft Val d’Orcia ist eine Perle der Toskana. Das zum Weltkulturerbe der Unesco zählende Gebiet ist weitgehend Naturschutzgebiet und wurde wegen seiner ursprünglichen, landwirtschaftlichen Nutzung ausgezeichnet. Flache Felder wechseln sich mit kegelförmigen Hügeln ab. Leuchtend gelber Ginster und Raps bilden einen schönen Kontrast zu dunkelgrünen Zypressen und saftigen Wiesen. Gerade im Frühjahr ist diese Landschaft Anziehungspunkt für viele Naturfreunde und Reiter, aber auch Weinkennern ist diese Gegend nicht unbekannt. Am Fuße des Monte Amiata wird in Montalcino mit dem Brunello di Montalcino einer der besten Weine Italiens angebaut. In dem Zusammenhang muss natürlich auch die Region Chianti erwähnt werden, das wohl berühmteste Weinanbaugebiet Italiens, das sich von Pisa bis nach Montalcino erstreckt. Neben den malerischen Dörfern dieser Region könnte die Hauptstadt des Chianti-Gebietes, Greve, im September Anlaufpunkt für Weinliebhaber sein. Dort findet jahrjährlich eine anerkannte Weinmesse statt.
In unmittelbarer Nähe von Montalcino befindet sich im Starcia-Tal das ehemalige Benediktiner-Kloster Abbazia di Sant’Antimo, ein schöner, im achten Jahrhundert gegründeter Bau im romanischen Stil. Die mit Skulpturen verzierten Türen und Fassaden der dreischiffigen Basilika sind sehr sehenswert.
Wesentlich mehr an kulturellen und architektonischen Höhepunkten haben aber die größeren Städte der Toskana zu bieten. Eines der bekanntesten Gebäude der Welt steht in Pisa. Im schiefen Turm von Pisa möchte sicherlich keiner gerne wohnen. Interessant anzuschauen ist das zum Weltkulturerbe der Unesco zählende Gebäude in der Heimatstadt des berühmten Wissenschaftlers Galileo Galilei allemal. Die sehr ursprünglich gebliebene, weltweit bekannte Universitätsstadt weist vor allem ein sehr ansehnliches Stadtzentrum auf. In den dortigen vier Stadtvierteln können eine Reihe von historischen Gebäuden bewundert werden.
Noch imposanter ist allerdings die Hauptstadt Florenz mit ihrer historischen Altstadt. Hier sind vor allem sehenswerte Kirchen, reich verzierte Brunnen, wunderschöne Palaste oder eindrucksvolle, über den Fluss Arno führende Brücken zu bestaunen. Wegen der enormen kulturellen Bedeutung wird Florenz nicht umsonst als das italienische Athen tituliert. Als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt der Dom von Florenz mit dem schönen Glockenturm und seiner eindrucksvollen Kuppel. Zahlreiche, ständig gut besuchte Museen beherbergen Werke berühmter Künstler wie zum Beispiel Michelangelo oder Donatello.
Die facettenreiche Toskana bietet allen Geschmäckern etwas und gilt nicht umsonst seit den 50er Jahren als beliebtes Urlaubsziel vieler Touristen.