Attraktive Orte mussten nie lange auf ihre Entdeckung warten. Auch wenn die Definition dessen, was Attraktivität ausmacht, zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedliche Vorstellungen gebunden war, so hat ein Aspekt jedoch immer eine Rolle gespielt: der Reiz der besonderen geographischen Lage. Wer sich einmal einen Panorama-Flug entlang der dalmatinischen Küste mit ihren über tausend Inseln gegönnt und dabei Split überflogen hat, der erhält schon aus der Vogelperspektive einen ersten Eindruck von der Schönheit dieses Küstenabschnitts. Das haben offenbar auch bodenständige Menschen weit vor unserer Zeit schon so empfunden, da erste Besiedlungsspuren bis in das Neolithikum zurückreichen. Aber erst von den Römern des ersten vorchristlichen Jahrhunderts gingen Impulse für eine planvolle Stadtentwicklung aus. Namentlich Diokletian trug mit dem Bau seines Alterssitzes, dem zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Diokletianpalast, wesentlich dazu bei. Im 10. und 11.Jahrhundert etablierte sich in Split dann eine autonome Stadtverwaltung, die über 300 Jahre Bestand haben sollte, bis die damals übermächtigen Venezianer Einhalt geboten und zudem türkische Belagerer mit der Zerstörung der Stadt drohten. Von Bedeutung für Split war insbesondere die Zeit während der napoleonischen Besetzung, in der die Weichen für ein großstädtisches Erscheinungsbild gestellt wurden. 1918 noch zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen geschlagen, erlitt die Stadt im zweiten Weltkrieg jedoch verheerende Zerstörungen, bis schließlich Titos Befreiungsarmee wieder auf die Stadt zugreifen konnte.
Heute ist Split mit 200.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kroatiens und lockt mit zahlreichen Hinterlassenschaften aus ihrer bewegten Geschichte Touristen aus der ganzen Welt an. Die Anreise erfolgt per Auto (via Autocesta A1 Zagreb-Split oder entlang der Küstenstraße Jadranska Magistrala), Bus und Bahn ebenso wie mit dem Schiff oder dem Flugzeug (Internationaler Flughafen zwischen den beiden Städten Trogir und Split in der Nähe von Kastel Stafilic.
Eine erste Orientierung verschafft eine Stadtrundfahrt in einem Panorama-Bus oder man erklimmt den romanischen Glockenturm am Rande der Altstadt, der einen beeindruckenden Blick auf den Berg Marjan gewährt sowie auf die Uferpromenade, den Hafen und den Diokletianpalast, an dessen Nordseite der Park Strossmayer anschließt. Auch wenn Split mit seinen zahlreichen Museen, dem Kroatischen Nationaltheater im Stadtteil Dobri oder der Kunstgalerie, die über eine bedeutende Ikonensammlung verfügt, eine hochkarätige Kulturmetropole darstellt, kommen Besucher mit anders gelagerten Ambitionen nicht zu kurz: Rafting auf dem Fluss Cetina bei Omis, Reiterkampfspiele in Sinj oder einfach nur Relaxen auf einem der Blueflag-Strände, die sich durch besondere Pflege auszeichnen - Split und das Umland bieten Sehens- und Erlebenswertes aus frühester Vergangenheit bis zur Gegenwart.