Feb
08
Kategorie: Montenegro

Die Republik Montenegro mit ihrer einmaligen und abwechslungsreichen Landschaft grenzt an Bosnien-Herzegowina, Serbien, Albanien und an das Adriatische Meer. Das Land wird überwiegend von Montenegrinern, jedoch auch von Albanern, Serben, Kroaten, Makedoniern und Slowenen bewohnt. Wegen der Vielzahl der in Montenegro beheimateten Volksgruppen, gibt es auch keine einheitliche Landessprache. Sowohl Montenegrinisch, Serbisch, Bosnisch und Albanisch zählen zu den offiziellen Amtssprachen in Montenegro.

Der größte Wirtschaftszweig Montenegros ist die Landwirtschaft mit dem Anbau von Weizen, Mais, Tabak und Wein. An der Küste wachsen Oliven und Zitronen; die ausgedehnten Weideflächen ernähren Schafe und Rinder. Der Tourismus ist besonders im Küstengebiet eine wichtige Erwerbsquelle, die nach Beendigung des Bürgerkriegs erst langsam wieder in Gang kommen musste.

Im Gegensatz zu diversen Nachbarländern benötigt man für die Einreise nach Montenegro einen Reisepass, der mindestens noch drei Monate über das Reiseende hinaus Gültigkeit haben muss. Für Ausflüge im Landesinnern empfiehlt es sich, die gut ausgebauten Busverbindungen zu nutzen. Die Busse sind technisch erstklassig ausgestattet und verfügen zum großen Teil über Klimaanlagen. Montenegro ist wie viele Länder des Mittelmeerraums sehr auf religiöse Traditionen bedacht. Deshalb sollte man bei der Besichtigung von Kirchen, Klöstern und Moscheen stets auf angemessene Bekleidung achten. Frauen sollten ihre Schultern bedecken und keine Shorts oder kurze Röcke tragen. Auch Männer mit sehr kurzen Hosen und knappen Shirts müssen diese Sakralbauten oftmals von außen anschauen.

Zu besichtigen gibt es in Montenegro mehr, als man in einem Urlaub unterbringen kann. Die nachstehenden Tipps können sich daher nur auf einige Sehenswürdigkeiten dieses Landes beschränken. Montenegro ist ein Urlaubsparadies für Naturfreunde jeglicher Art. Ob sich dies nun auf herrliche Sandstrände, bezaubernde Küstenstädte oder die wildromantische Bergwelt mit ihren Fjorden und dem letzten Urwald Europas bezieht, es ist mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei.
Die Bucht von Kotor reicht 20 km weit in das Land hinein und wird von der Kulisse des Lovcen-Gebirges umrahmt. Am Ende der Bucht, im südlichsten Fjord Europas, liegt Kotor, dessen Altstadt die wohl am besten erhaltene mittelalterliche Stadt im gesamten Mittelmeerraum ist. Neben gotischen und romanischen Kirchen findet sich in Kotor auch ein frühchristliches Baptisterium mit Resten wundervoller Freskenmalerei. Auch die zahlreichen Renaissance- und Barockpaläste der Stadt sind sehenswert; diese Gebäude, die Kirchen und nicht zuletzt der mittelalterliche Pranger vermitteln dem Besucher das Gefühl, um einige Jahrhunderte zurück versetzt zu sein.

In Herceg Novi verbindet sich mittelalterliche Architektur mit all der Pracht, die die mediterrane Pflanzenwelt hervorbringt. Der Botanische Garten in Herceg Novi ist für jeden Naturfreund ein Muss. Schon in frühen Zeiten brachten Seeleute von ihren Reisen in fremde Länder Sämlinge und Setzlinge exotischer Pflanzen mit, die diese Anlage beinahe wie dem Garten Eden erscheinen lassen.

Auch Budva, die für eine der ältesten Siedlungen an der Adria gehalten wird, ist ein Besuch wert. Von weitem erscheint die Stadt, die nur durch eine Sandbank mit dem Festland verbunden ist, wie eine Insel. Auch hier sind die mittelalterlichen Festungsanlagen mit Stadttoren, Verteidigungsmauern und Türmen sehr gut erhalten.

Die Bergwelt Montenegros zeigt sich mit den Gipfeln des Durmitormassivs schroff und beinahe unbezwingbar, aber auch idyllisch und erholsam mit seinen Gletscherseen, die fern vom Trubel der Touristenzentren liegen. Eine Bootsfahrt auf dem größten See des Balkans, dem Skutari-See lädt zum Beobachten seltener Vogelarten ein, die in diesem Vogelschutzgebiet in reicher Artenvielfalt ein Paradies gefunden haben. Für Abenteuerlustige ist die jungfräuliche Schönheit von Biogradska Gora zu empfehlen, das der letzte Urwald in Europa sein soll.

Montenegro gilt als Geheimtipp für Besucher, die Natur, Kultur und Erlebnisurlaub vereinen wollen.

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