Zwischen Deutschland im Norden und Italien im Süden liegt die Republik Österreich. Wie kein anderer europäischer Staat ist Österreich mit dem höchsten Gebirge des Kontinents, mit den Alpen, verbunden. Kaum verwunderlich, werden doch fast zwei Drittel der Landesfläche von den Gebirgszügen der Alpen eingenommen. Das seit jeher naturverbundene Volk der Österreicher ist sich des Stellenwertes der landschaftlichen Schönheiten der Berge bewusst, viele der Attraktionen sind touristisch erschlossen und ziehen Jahr für Jahr zahlreiche Urlauber ins Land.
In der kalten Jahreszeit sind es zumeist die Freunde des Wintersports, die sich auf Skiern oder Snowboards die Pisten der Ferienorte wie Ischgl, St. Anton, Kaprun oder Bischofshofen hinunterstürzen, andere ziehen den ruhigeren aber nicht weniger anstrengenden Skilanglauf vor. Im Sommer sind die Städte und Dörfer der Alpen dagegen Anziehungspunkt für Radsportler, Wanderer oder Bergsteiger. Die schroffen, vergletscherten Spitzen von Bergketten wie dem Wilden Kaiser oder Dachsteinmassiv bilden dann einen wunderschönen Kontrast zu den tiefgrünen, dichten Wäldern der Täler. Zahlreiche Wege und Pfade unterschiedlichster Schwierigkeitsstufen winden sich durch die Landschaften, sie führen zu reizvollen Aussichtspunkten oder durch atemberaubende Schluchten.
So kann etwa der kleine Ort Krimml nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum mit einem Naturschauspiel aufwarten: Hier stürzen von einem Hochtal über drei Stufen die höchsten Wasserfälle Mitteleuropas in die Tiefe, dabei überwinden sie einen Höhenunterschied von insgesamt 380 Metern. Die Wasserfälle, die stets von einem feinen, in der Sonne in allen Farben leuchtenden Sprühnebel umgeben sind, stehen seit 1961 unter Naturschutz. Eine andere wundersame Erscheinung der Alpen ist in der Eisriesenwelt südlich von Salzburg zu besichtigen. Die hier gelegene Eishöhle ist mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern die größte der Welt, Führungen ins Innere werden angeboten. Die Liechtensteinklamm südlich von St. Johann schließlich führt tief in die Berge hinein. Auf verschlungenen Wanderwegen und schmalen, eng am Fels vorbeiführenden Holzstegen kann die bis zu 300 Meter tiefe Schlucht erkundet werden, in die sich über 60 Meter ein Wasserfall ergießt.
Doch Österreich ist nicht nur ein Land hoher Berge und tiefer Täler, die Alpenrepublik hat auch kulturelle wie architektonische Highlights zu bieten. Der strahlende Stern am österreichischen Kulturhimmel ist die Hauptstadt Wien, eine Stadt zwischen Moderne und Vergangenheit, die so eng verbunden ist mit klassischer Musik und Kaffeehaustradition, mit der Sachertorte und dem Walzer. Weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt an der Donau ist der Stephansdom. Seine prunkvolle gotische Architektur sowie die reich geschmückten Innenräume ziehen jährlich Hunderttausende Besucher in ihren Bann. Die Hofburg dagegen ist ein Zeichen weltlicher Macht, in der europäische Geschichte geschrieben wurde. Bis 1918 residierten hier die Habsburger Kaiser und lenkten die Geschicke der Alpenrepublik. Heute beherbergt das Anwesen den Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten. Schönbrunn ist schließlich die meistbesuchte Sehenswürdigkeit des Landes. Das Ende des 17. Jahrhunderts fertig gestellte barocke Schloss mit seinen über 1.400 Zimmern und Sälen steht seit 1996 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Das Land in den Alpen ist reich an kulturhistorischen Attraktionen, seien es die Burgen und Schlösser auf den Felsen der Donauschleifen, die zahlreiche Klöster und Stifte, die überall in Österreich zu finden sind oder städtischen Bauten frühneuzeitlicher Architektur in Orten wie Salzburg, Innsbruck oder Graz. Kulturelle Veranstaltungen wie die Bregenzer oder die Salzburger Festspiele runden das Bild eines der beliebtesten Reiseländer Europas ab.