Prunkvolle Paläste, geschwungene Brücken, golden glänzende Kuppeln und aus den Rahmen fallende Hausfassaden: Sankt Petersburg scheint in seiner Extravaganz einem russischen Märchen entstiegen zu sein. Doch das ist nicht das Einzige, was die weitgrößte Stadt Russlands so besonders macht.
Für Katharina die Große wurde die Eremitage gebaut. Die im Herzen der Stadt an der Newa gelegene Anlage beherbergt eine der größten und bedeutendsten Museen der Welt. In über 350 Räumen finden sich mehr als 60.000 Exponate. Weitere drei Millionen Ausstellungsobjekte sind in einem Archiv gelagert. Zu finden ist in dem weltbekannten Museum unter anderem die neben Prado und Louvre bedeutendste Sammlung europäischer Kunst. Ausgestellt werden Rembrandt, Rubens, Gauguin und Matisse. Weiterhin sind 31 Gemälde von Picasso und zwei von da Vinci zu finden.
Das historische Zentrum Sankt Petersburgs ist das auf einer Insel gelegene Gebiet rund um die Peter-und-Paul-Festung. Kulturinteressierte finden dort ein Museum, welches über die glorreiche Geschichte des Landes berichtet. Außerdem ist die Befestigungsanlage ein Treffpunkt für Jugendliche, die an dem schönen Stadtstrand eine große Auswahl an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung finden. Wer zudem Oligarchen hautnah erleben möchte, hat dazu im direkt am Strand befindlichen Nobelrestaurant „Bridge Lounge“ mit angegliederten Landeplatz für Helikopter die Möglichkeit. Außerdem genießt man von der Burg einen fantastischen Blick über die Stadt.
Ein Stück außerhalb Sankt Petersburgs befindet sich die Festung Kronstadt. Die Bastei auf der Insel Krotin war einst Ankerplatz der glorreichen Zarenflotte. Heute findet man hier einen wohltuenden Ausgleich zum hektischen Großstadtleben. Neben romantischen Sonnenuntergängen bietet die Insel außerdem die Möglichkeit, Tauchgänge zu absolvieren.
Die Prachtstraße „Newskij Prospekt“ zählt zu den berühmtesten Straßen Russlands. Ihr Bau orientierte sich an der Avenue des Champs-Élysées zur optischen Gliederung der Stadt. Die zahlreichen Palais, die auch heute noch den Verlauf säumen, sind auf die Aristokraten zurück zu führen, welche sich vorrangig in diesem privilegierten Gebiet nieder ließen. Wer auf der Suche nach besonderen Souvenirs ist, wird auf der Newskij Prospekt mit Sicherheit fündig. Viele Geschäfte bieten in der Sankt Petersburger Manufaktur gefertigtes Porzellangeschirr an. Die originellen Stücke reichen von hauchdünnen Teetassen im Stil der Zaren bis hin zu modernen Services.
Besonders geeignet für eine Reise sind die Sommermonate. In der „mystischen Zeit“ wird es in Sankt Petersburg auch nachts nicht vollständig dunkel. Die Sonne versinkt nur kurz am Horizont und taucht die Stadt am 60. Breitengrad und ihre Flüsse in ein weiches, weißes Licht. Die „weißen Nächte“ eignen sich gut, um mit einem Boot durch die Kanäle der Stadt zu gleiten. Oder man feiert unter glühendem Himmel feiert im Metro. Auf drei Tanzflächen, von denen eine mit einer Glaskuppel überdacht ist, tanzt man in den weißen Nächten zu R&B und Russenpop.
Auch alle anderen Jahreszeiten sind für Nachtschwärmer bestens geeignet. Anspruchsvolle Freunde gediegener Musik sind in der Jazz Philharmonic Hall willkommen, in der sich das intellektuelle Sankt Petersburg trifft, um Jazz und Swing auf Weltniveau zu genießen. Wer sich für russisches Ballet interessiert, findet auf der restaurierten Ballettbühne des Mariinskij-Theaters das berühmteste Ensemble der Stadt, welches mit Klassikern wie „Schwanensee“ und „La Boheme“ aufwartet.
Eine Besonderheit hat das Sankt Petersburger Nachtleben jedoch: Nachts von halb eins bis drei Uhr werden die Zugbrücken der Stadt hochgezogen. Nachtschwärmern wird deswegen geraten, ein Auge darauf zu haben, dass sie sich in dieser Zeit auf der richtigen Seite befinden. Die genauen Brückenzeiten sind in den Unterkünften zu erfragen. Die Möglichkeiten der Unterbringung in der Stadt sind vielfältig. Je nach Budget und Anspruch reichen sie von einfachen Unterbringungen, über Mittelklassehotels bis hin zu üppigen Luxushotels.
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