Die Ferien in Ampuriabrava zu verbringen stellte für mich ein reizvolles Ziel dar. Dies war doch einmal eine andere Region in Spanien, nicht immer der Süden, den die meisten Touristen anstreben. Dort war es doch sowieso viel zu überlaufen, warum also nicht die schönste Zeit des Jahres an Spaniens “Wilder Küste”, der Costa Brava, verbringen?

Ampuriabrava, auch Empuriabrava, liegt in Nordspanien, in der Provinz Katalonien, direkt am Meer in der Bucht von Roses. Der Ort zählt circa 5.370 Einwohner. Ampuriabrava ist, so bemerkte ich gleich, ein recht beliebter Ferienort, der über eine große Anzahl von schönen, ansprechend im katalanischen Stil eingerichteten und gemütlichen Ferienwohnungen und Ferienhäusern verfügt. Ich richtete mich im Ferienhaus in Ampuriabrava (Final Ebre No. 12) ein. Dies ist ein idyllisch gelegenes Haus am Ende des breiten Ebre-Kanals. Es verfügt über einen wunderschönen Garten, Balkon und Terrasse. Auf der Rückseite befindet sich ein hauseigener Bootsliegeplatz. Auf der Vorderseite des Ferienhauses befindet sich ein kleiner Hof mit einem hohen Zaun und abschließbarer Tür und Rolltor - ein sicherer Abstellplatz. Im Obergeschoss des Hauses befinden sich die drei Schlafzimmer, ein Badezimmer mit WC und der Balkon. Das Erdgeschoss besteht aus einem grossen Wohn- und Essraum mit amerikanischer Küche, einem Flur, einem zusätzlichen WC und der Terrasse. Ganz in der Nähe fand ich auch gute Restaurants und Läden für den normalen Einkauf.

Das Ferienhaus ist recht zentral gelegen und so waren Ausflüge in die näherere und weitere Umgebung absolut kein Problem. In der näheren Umgebung gibt es zahlreiche Sportmöglichkeiten. Von Radfahren, Wandern und Reiten über Golf und Fallschirmspringen bis zu Segeln, Windsurfen, Kitesurfen, Wasserski und Tauchen. Der richtige Ort für einen aktiven Urlaub.

Ampuriabrava liegt direkt am Strand an der Mündung des Flusses Muga, wie ich erfuhr wurde der Ort erst 1960 in diesem ehemaligen Sumpfgebiet gegründet. Eigentlich gehört Ampuriabrava zur Gemeinde Castelló d´Empúries. Diese wurde schon im Mittelalter gegründet und bietet dementsprechend auch noch viele Bauwerke aus dieser Zeit. Beeindruckend fand ich die Basilika Santa Maria, eine spätgotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Das Speziellste an Ampuriabrava entdeckte ich gleich am ersten Tag meines Aufenthalts. Es sind die vielen Kanäle, welche den Ort durchziehen. Insgesamt spannen sie ein Netz von Wasserstraßen über 30 Kilometer. Dort befindet sich auch die  unglaubliche Zahl von etwa 5.000 Bootsliegeplätzen und, nicht zu vergessen, die größte Marina (Hafen, ausgerichtet auf Segelboote und Yachten) in ganz Europa. Durch die Kanäle haben viele Häuser des Ortes eine direkte Anbindung zum Meer.

Ampuriabrava ist im Gegensatz zum alten Castelló d´Empúries, so bemerkte ich, ein sehr moderner Ort, der schon eine gewisse Exklusivität ausstrahlt. Man bemerkt, dass die Leute, die dort leben, nicht arm sein können, und die Immobilienpreis haben sich tatsächlich gewaschen, aber die Besitzer von Hotels oder Ferienwohnungen, von Yacht- oder
Segelboot-Verleihen verdienen auch überdurchschnittlich gut. Entspannung fand ich vor allem am wunderschönen, etwa 1,6 Kilometer langen feinsandigen Strand Platja d´Ampuriabrava. Besonders interessant fand ich auch noch die Fahrt ins nahegelegene Figueras, dem Geburtsort von Salvador Dali, dem exzentrischen katalanischen Malers. Dort besuchte ich natürlich das Museum mit vielen Werken Dalis, in dem der Besucher dessen Karriere anschaulich über die Jahre hinweg nachvollziehen kann.

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