Jul
24
Kategorie: Brasilien

Brasilien, das mit 8,5 Quadratkilometern größte Land Südamerikas hat viele Gesichter. Das wohl bekannteste ist das lachende Antlitz der Stadt Rio de Janeiro.
Die im Südosten des Landes am Atlantischen Ozean gelegene Metropole beheimatet sechs Millionen Menschen und zieht jährlich zahlreiche Touristen an. Die berühmte, 38 Meter hohe Christusstatue, die mit weit ausgebreiteten Armen hoch über den Dächern der Stadt auf dem Berg Corcovado steht, ist das bekannteste Gebäude und Wahrzeichen der Stadt. Eine weitere Attraktion ist auf einer dem Strand vorgelagerten Halbinsel zu bestaunen. “Zuckerhut” heißt der massive Granitfelsen, der sich hier 396 Meter über das Wasser erhebt, eine Seilbahn, die zu einer Aussichtsplattform auf seiner Spitze führt, ist ein beliebter Anziehungspunkte für Gäste der Stadt. Es sind die weißen Strände der Copacabana und der weltbekannte Karneval in Rio, mit seinen schönen Frauen und heißen Rhythmen, der die Metropole zur meistbesuchten Stadt des Landes machte.
Doch es wäre falsch, Brasilien auf Rio de Janeiro zu beschränken. Rio wurde 1960 von Brasilia, einer am Reißbrett entstandenen Stadt im Hinterland, als Hauptstadt abgelöst. Mit 200.000 Einwohnern fällt sie verhältnismäßig klein aus, gewann jedoch bei Besuchern des Landes aufgrund seiner futuristischen Architektur in den letzten Jahren zunehmende Beliebtheit. Die Brasilia - Catedral Metropolitana etwa, oder die Juskelino-Kubitschek-Brücke sind Ausdruck dieses neuen, so gar nicht zu einer südamerikanischen Stadt passen wollenden Architekturstils. Gäste der Stadt sollten sich einen Ausblick vom Fernsehturm, mit 218 Metern höchstes Bauwerk, nicht entgehen lassen.

Sâo Paulo schließlich ist die größte Stadt des Landes. Es ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, berühmt ist hier die Biennale, eine Ausstellung von Gemälden internationaler Künstler, erreichte jedoch nie den Glanz, den die strahlende Stadt Rio verbreitet.

Urlauber, die die Grenzen der Städte und Ferienressorts verlassen, lernen andere Gesichter Brasiliens kennen. Im Süden sind es überwiegend Hügel, Hochebenen und Plateaus und die Gebirge des Brasilianischen Berglandes, die das Landschaftsbild prägen. Mit Bergen bis zu 3.000 Metern Höhe eröffnen sich hier unerwartete Perspektiven für Freunde des Bergsteigens oder Wanderns. Im Dreiländereck Brasilien – Argentinien – Paraguay, das Bild wird hier dominiert von Sumpflandschaften, findet sich eine der größten Attraktionen des Landes. Die Iguacu-Wasserfälle sind etwa dreimal so groß wie die Niagara-Fälle und bieten vor allem während der Regenzeit ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Im Süden des Landes ist der Amazonas, der längste und wasserreichste Fluss der Erde, die Lebensader einer ganzen Region. Er speist mit seinen Zuflüssen das gesamte Amazonasbecken mit Wasser. Der hier existierende Regenwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde. Neben bekannten Tieren wie Papageien, Tukanen oder Kolibris ist er Heimat für eine Vielzahl von Tierarten, nicht zuletzt dank dieser Region gilt Brasilien heute als artenreichstes Land der Erde. Eine Vielfalt, die jedoch bedroht ist. Auch die Abholzung des Regenwaldes gehört zu den Gesichtern Brasiliens, nur noch ein Drittel der Fläche des Landes ist vom Urwald bedeckt.
Brasilien stellt mit seiner Größe und seinen verschiedenen landschaftlichen wie kulturellen Facetten ein beeindruckendes und faszinierendes, mitunter auch nachdenklich stimmendes Urlaubsziel dar.

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