Die Insel Santiago – so der offizielle Name - gehört zu dem Südamerika vorgelagertem Galapagos Archipel. In Reiseführern wird sie oftmals auch als San Salvador geführt. Dieser Name leitet sich von der ersten Insel ab, die Columbus in der karibischen See entdeckte. Seltener ist die englische Bezeichnung James Island.

Santiago nimmt eine Fläche von 585 Quatratkilometern ein und gehört damit zu den größten der Galapagos Inselgruppe. Der höchste Punkt liegt 907 Meter über dem Meeresspiegel. Bevölkert wird die Insel von einer reichhaltigen Tier und Pflanzenwelt. Hier leben Seemöven, Seelöwen, Pelzrobben, Flamingos, Delphine, Haie, nicht zu vergessen die berühmten Land- und Seeschildkröten. Leider wurden in den vergangenen Jahrhunderten von Siedlern Ziegen und Schweine als Haustiere eingeführt. Einige Exemplare verwilderten, vermehrten sich und fügen nun den ursprünglichen, teils nur hier lebenden Arten erheblichen Schaden zu, weniger indem sie als Nahrungskonkurrenten auftreten, sondern das ausgeklügelte Ökosstem empfindlich stören.

Sullivan Bay ist nicht nur den Pahoehoe Lavastrom bekannt. Hier findet man auch Kolonien der berühmten Darwinfinken oder die Galapagos Haie und deren Nahrungsquelle die Pelzrobben.

Puerto Egas, im Süden von James Bay und die Westküste von Santiago sind die Schockoladenseiten der Insel. Hier gibt es eine lange Küstenlinie mit bizarren Formen verwaschender Lava-Gesteinsformationen. Aber auch eine interessante Tierwelt bietet sich dem Besucher: Meerleguane sonnen sich während Landleguane herumlaufen und angespühlte Algen fressen. Weitere Bewohner sind Sally Krabben oder Seelöwen. Puerto Egas ist nicht nur ein hervorragender Platz um wunderbare Naturaufnahmen zu machen, sondern auch für Schnorchelgänge bestens geeignet, denn in den nahrungsreichen Küstengewässern wimmelt es nur so von tropischen Fischen.

Sullivan Bay ist ein faszinierender Ort für Menschen mit Interesse an Geologie und Vulkanologie: Hier sind spektakuläre Spaziergänge über unverwitterte schwarze Lava Stränge zu unternehmen. Selbst Details wie eingeschlossene Baumstümpfe oder Blaßen sind sehr gut zu erkennen. Ausserdem gibt es an der Küste kleinere Nistplätze von Schildkröten.

Cousin’s Rock ist eine sehr bekannte Örtlichkeit an der Ostküste von Santiago, die eigentlich von jedem Galapagos- oder Ecuador-Touristen besucht wird. Es ist ein dreieckiger Felsen, der 10 Meter aus dem Meerwasser ragt und aus mehreren Schichten vulkanischen gesteins besteht.

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