Jul
25
Kategorie: Kolumbien

Der 42 Millionen Einwohner zählende Staat im nördlichen Teil Südamerikas grenzt an Brasilien, Peru, Venezuela, Panama, Ecuador und mit einer Küstenlänge von über 3000 Kilometern an den Pazifischen und den Atlantischen Ozean. Im Westen des Landes dominieren die Anden mit den Bergketten der Kordilleren das Landschaftsbild.  Die Ebenen des Ostens Kolumbiens durchziehen bewaldete Sumpfgebiete und die Weiten des tropischen Regenwaldes. Das nur von natürlichen Wasserstraßen durchzogene Gebiet ist ein Paradies für Pflanzen. 55 000 verschiedene Arten sind hier beheimatet.

Nach Brasilien ist Kolumbien der bevölkerungsreichste Staat Südamerikas. Bereits ab 4000 v.Chr. trieben indianische Hochkulturen auf dem Gebiet des heutigen Kolumbien Handel mit Goldschmiedekunst. 1502 erreichte Christoph Kolumbus das Festland Kolumbiens, überließ seine Erschließung jedoch seinen Nachfolgern. So gründete Jimènez de Quesadoc 1538 Bogota. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfuhr Kolumbien wirtschaflich einen starken Aufschwung durch die Produktion und Ausfuhr von Kaffee. Die Hauptexportgüter der kolumbianischen Industrie sind heute Schnittblumen, Smaragde, Guadua Holz, Kaffee und Bananen. Fast jede Millionenstadt besitzt einen internationalen Flughafen.

In einer fruchtbaren Ebene der Anden, auf einer Höhe von 2600 Metern liegt Kolumbiens Hauptstadt Bogota, von seinen spanischen Gründern einst Santa Fe genannt. Die Temperaturen im vom Passatwind geprägten gemäßigten Klima liegen bei durchschnittlich 16 Grad. La Candelaria, die Altstadt ist von großem historischen Wert. Um die Plaza Bolivar gruppieren sich zahlreiche Kirchen und öffentliche Gebäude, so die klassizistische Kathedrale, der Justiz- und der Erzbischofpalast oder die Jesuitenkirche San Ignacio. Im Goldmuseum können 38 000 Exponate präkolumbianischer Zeit bestaunt werden.
2007 wurde Bogota auf Grund seiner zahlreichen literarischen Aktionen und Verdienste zur Welthauptstadt des Buches ernannt. An Sonn- und Feiertagen organisieren die Einwohner eine “Ciclovia” (Fahrradweg). Über 120 Kilometer Straßennetz sind dann nur per Rad, Inlineskates oder zu Fuß passierbar.

Medellin, die “Hauptstadt der Blumen” liegt im Tal der Anden. Bei konstanten Temperaturen von 16-30 Grad gedeihen im “ewigen Frühling” unzählige Pflanzen, allein über 3500 Orchideenarten. Ein Teil der Blütenpracht kann im Botanischen Garten besichtigt werden.

Cali, 1536 gegründet zählt zu den ältesten Städten Amerikas. Die “Hauptstadt des Salsa” befindet sich im Westen des Landes am Zusammenfluß des Rio Cauca mit dem Rio Cali.  Viele Parks, Kirchen, Monumente und Museen prägen das Stadtbild. Das Nachtleben pulsiert in den Bars und Salsa Diskotheken des Ortes.

Nach der Gründung 1533 wurde Cartagena an der Karibikküste eine wichtige Hafenstadt. Zum Schutz vor Piraterie entstand die 11 Kilometer lange Wehrlanlage San Felipe. Das komplett ummauerte Stadtzentrum ist eine Touristenattraktion. In den Nächten verströmt “rumba en chiva” (Party im Bus) karibisches Flair.

An der Mündung des Rio Magdalena befindet sich die Karnevalshochburg Barranquilla. Der ansonsten eher beschauliche Ort verwandelt sich vier Tage vor Aschermittwoch in einen Hexenkessel.

Ein rein touristischer Aufenthalt in Kolumbien ist ohne Visum 180 Tage möglich. Der mitgeführte Reisepass sollte noch mindestens 6 Monate Gültigkeit besitzen. Eine Impfung gegen Gelbfieber ist in einigen Landesteilen vorgeschrieben.
Der Impfschutz gegen Tetanus, Diphterie und Hepatitis A wird empfohlen.

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